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Saisonales Risiko durch unregelmäßigen Betrieb

Durch mangelnde Wasserentnahme können Trinkwasser-Installationen in Sportstätten mit mikrobiellen Erregern kontaminieren.

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Aufgrund mangelnder Nutzung stagniert Wasser. Kommt eine kritische Temperatur hinzu, Vermehren sich Erreger rasant.
Der Frühling steht vor der Tür und viele Outdoor-Sportstätten, wie zum Beispiel Tennis- oder Fußballplätze, erwachen aus dem Winterschlaf. Für die Trinkwasserhygiene stellt das ein Problem dar, denn aufgrund mangelnder oder ausbleibender Entnahme stagnierte das Wasser für Wochen oder gar Monate in den Leitungen. Mikrobiellen Erreger wie Legionellen finden dadurch die optimalen Voraussetzungen für eine rasante Vermehrung vor.

Die Vermeidung von Stagnation hat sich als wirksamste Methode zur Vorbeugung gegen die Verkeimung des Trinkwassers erwiesen. Zum Beispiel, indem ein Vereinsfunktionär die Armaturen regelmäßig von Hand spült. Das Problem dabei: Der manuelle Wasseraustausch wird in der Praxis kaum konsequent umgesetzt. Zudem werden die erfolgten Spülungen nicht dokumentiert. Hinzu kommt mangelndes Wissen in Bezug auf die Trinkwasserhygiene, wodurch die Problematik weiter verschärft wird. So führen etwa das periodische Anheizen des Boilers oder die unregelmäßige Entnahme warmen Wassers an vereinzelten Armaturen zu einer Erwärmung des Kaltwassers, wodurch die Vermehrung mikrobieller Erreger gefördert wird.


Im Schadensfall haftet der Betreiber

Kehren die Sportler nach der Winterpause wieder zurück, sind sie einem besonderen Risiko ausgesetzt. Denn unmittelbar nach einer sportlichen Betätigung ist das Immunsystem geschwächt und die Wahrscheinlichkeit beim Duschen an einer von Legionellen verursachten Lungenentzündung zu erkranken um ein Vielfaches höher. Einmal infiziert, stirbt etwa jeder Zehnte an den Folgen dieser schweren Krankheit. Im Schadensfall tragen Obmann, Gemeinde oder sonstige Betreiber der Trinkwasser-Installation die Verantwortung. Denn laut Trinkwasserverordnung ist Wasser für den menschlichen Gebrauch in einer Qualität zur Verfügung zu stellen, so dass von ihm keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausgeht.

Automatisches Freispülen schafft Sicherheit

Als bewährte Lösung hat sich das automatische Ausspülen stagnierenden Wassers mithilfe elektronischer Armaturen erwiesen. Es stellt unabhängig von der menschlichen Nutzung die Trinkwasserhygiene verlässlich sicher. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Wasseraustausch bis zum Punkt der Entnahmestelle erfolgt. Denn nur so ist sichergestellt, dass stagnierendes Wasser vollständig ausgespült wird. Die intelligente Freispül-Automatik WimTec HyPlus erfolgt bedarfsgerecht, also nur bei einer unregelmäßigen oder ausbleibenden Nutzung.

Ein weiterer Vorteil elektronischer WimTec-Armaturen: Sie reduzieren die Kosten im laufenden Betrieb. Denn dank Abschaltautomatik verbrauchen sie im Schnitt rund 40% weniger Wasser, als manuell bedienbare Armaturen. Das spart Kanalgebühren und reduziert auch den zur Warmwasserbereitung nötigen Energieaufwand. So vereinen Betreiber von Sportstätten eine Minimierung der Risiken im Bereich der Trinkwasserhygiene mit einer Reduktion der Betriebskosten.